Aggression: Die Rolle der Erziehung in Europa und Ostasien by Hans-Joachim Kornadt

By Hans-Joachim Kornadt

In dem Band wird die Bedeutung der Erziehung in der Familie und in verschiedenen Kulturen für die Entstehung von Aggressivität behandelt. Es werden Ergebnisse umfangreicher Längsschnittuntersuchungen an Jugendlichen, Müttern und ihren Kindern berichtet. Deutliche Unterschiede in der Erziehung und in der Aggressivitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen wurden in Deutschland (und z.T. der Schweiz) im Vergleich mit drei ostasiatischen Kulturen (u.a. dem hochindustrialisierten Japan und dem traditionell-hinduistischen Bali) nachgewiesen. Grundlage der Untersuchungen ist die Motivationstheorie der Aggression, die auch die biologisch-evolutionären Bedingungen einbezieht. Die Kulturen werden in ihren Besonderheiten beschrieben, und die Ergebnisse werden abschließend auf Erziehungsfragen in Deutschland bezogen.

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Ebenso war aber auch zu der Zeit schon die aggressionsrelevante Rolle von Hormonen, insbesondere Testosteron und Progesteron und von Neurotransmittern, z. B. Noradrenalin (Meyer-Bahlburg, 1981), bekannt. Diese Befunde zeigen, dass es eine biologische und erbgenetische Basis für Aggressionsverhalten gibt, die wir aus der Evolution mit verwandten Tieren gemein haben. Aber wie genau dies im Aggressionsverhalten von erwachsenen Menschen eine Rolle spielt, war nach wie vor unklar. Aufgrund der viel höher ausgebildeten kognitiven Steuerungs- und sonstiger Kontrollfunktionen und der ganz andersartigen erfahrungsabhängigen Entwicklung von Motiven kann dies beim Menschen nicht schlicht durch biologische Bedingungen determiniert sein.

A. ist dies auch ein Grund dafür, dass wir eine malaiische Kultur, nämlich Indonesien als Vergleichskultur gewählt haben. Im 8. Jahrhundert n. Chr. hat eine von mehreren regional relativ mächtig gewordenen Herrscherfamilien (Daimio) ihre Vorherrschaft mit der direkten Abstammung von der (alt-japanischen) Sonnengöttin Amaterasu legitimiert, und damit eine Tradition begründet und im Shintǀ verankert. Amaterasu ist auch heute noch die „Hausgöttin“ des japanischen Kaiserhauses. Im 6. Jahrhundert war über Korea der Buddhismus aus China nach Japan gekommen.

Für die Entwicklung von Selbstwirksamkeit (self efficacy, Bandura, 1973, 1977) in einem weiten Sinn, oder von Selbstbehauptung als Teil des Selbstkonzepts haben diese Bedeutung, weil sie ermöglichen, notfalls in schwieriger Lage ggf. doch noch erfolgreich sein zu können (Rutter & Silberg, 2002). Weiterhin sind die frühen Erfahrungen in der Betreuung in Bezug auf Sicherheit und Geborgenheit sehr wichtig. Im Sinne der Attachment-Forschung sehen wir die besondere Bedeutung der frühen Mutter-Kind-Beziehung.

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